Heute mal etwas Medizinisches bzw. Gesundheiliches: Vorsichtig formuliert gibt es einen leichten gesundheitlichen Aufwärtstrend bei mir. Und ich spüre, dass es nicht eins dieser kleineren Zwischenhochs ist, wo ich danach wieder zusammen krache. Diesmal ist etwas anders.
Seit der Erkrankung an Long Covid (bzw. Post Covid bzw. Me/CFS) nehme ich ein Asthmaspray. Ohne dem geht es auch nicht. Nach ständigen Einbrüchen bei meiner Atmung fiel mir irgendwann endlich auf, dass das Asthmaspray offensichtlich früher leer ist, als es sein dürfte. Wenn eine Packung schon nach etwa 20 Tagen komplett leer ist und nicht nach 30, ist das fatal. Zumal man ohnehin nicht einmal sehen kann, ob überhaupt noch Wirkstoff in dem Inhalator ist. Mir ist es auch erst dadurch aufgefallen, dass ich genau dann immer wieder in Crashs gelandet bin. Irgendwann war es so schlimm, dass ich beim morgendlichen Inhalieren (von vermutlich Nichts) neben Schweratmigkeit auch noch Herzrasen und Schweißausbrüche bekam und den Tag nur noch mit einem Notfallspray überstand. Ein totales Desaster. Es hat jeweils tagelang gedauert, bis es mir nach dem Inhalieren von dem vermutlichen Nichts wieder halbwegs gut ging.
Verkürzt gesagt: Nach etlichen Versuchen gingen irgendwann 3 Packungen dieses vorzeitig entleerten Medikaments mit entsprechender Beschwerde an die Apotheke zurück. Diese hat mir zugesagt, diese Info bzw. Erfahrung an den Hersteller weiterzuleiten. Ich bin dann nach Absprache mit der Lungenärztin auf ein komplett anderes Medikament mit einem anderen Wirkstoff umgestiegen.
Seit dem 1.6. ist es anstatt Budenosid nun Beclometason als Wirkstoff. Mal abgesehen davon, dass mir jetzt ein nur halbvolles Medikament voraussichtlich erspart bleibt, soll Beclometason soll auch besser in den kleinen Verästelungen der Bronchien wirken. Es könnte gut sein, dass dies vielleicht auch ein weiterer, entscheidender Aspekt ist. Mir reicht jetzt eine kleinere Dosis und es geht mir mit der Atmung bereits nach 12 Tagen auffallend besser, als in den gesamten 3 1/2 Jahren vorher.
Nicht, dass dieser LongCovid-Mist jetzt weggezaubert wäre (schön wäre es), aber ich atme freier und bin dadurch etwas besser belastbar. Mein Hauptproblem war von Anfang an immer die Lunge und die Atmung. Immer hatte ich das Gefühl, der Sauerstoff kommt nicht überall an, wo er hin soll. Zweimaliges Röntgen der Lunge und regelmäßige Lungenfunktionstests brachten aber nie besondere Auffälligkeiten. Ein Problem hatte ich trotzdem.
Immerhin reduziert sich dieses Atemproblem nun. Mir hat es gezeigt, dass es wirklich wichtig ist, den eigenen Körper im Blick zu behalten und auf das eigene Bauchgefühl zu hören. Es war richtig, auf einen ganz anderen Wirkstoff zu bestehen. Jetzt freue ich mich dann auch darauf, dass ich wieder etwas mehr Energie im Alltag habe und für die Küche eine Lösung zur besseren Unterbringung von Dingen und Vorräten in Arbeit ist. Alles immer noch schön langsam, aber es funktioniert. Aber zum Thema Küchenanpassung dann demnächst mal mehr.
Oh das freut mich, dass es besser geht!
Auf den Körper hören ist immer das Beste und bringt mehr als ständig Experimente von Mediziner/inen.
Liebe Grüße!
Freut mich sehr, dass es dir durch den Wechsel des Medikamentes besser geht, liebe Gabi. Schon kleine Verbesserungen sind Gold wert und entlasten den Körper, sodass dann mit der Zeit vielleicht sogar noch mehr möglich wird.
Liebe Grüße
Heike
Jede kleine Verbesserung zählt da wirklich. Wobei das jetzt das erste Mal etwas mehr als klein ist. Ich hätte nichts dagegen, wenn noch mehr ginge, aber bereits so ist die Lebensqualität schon mal deutlich besser.