Meine Abstellkammer-Alternativen

11 Monate wohne ich nun hier in der neuen Wohnung. Ich fühle mich wohl hier und bin froh, dass ich mich für diese neue Wohnung entschieden habe. Schwierig war aber von Beginn an, dass ich hier keine Abstellkammer mehr in der Wohnung habe. Platz genug für einen Schrank als Alternative wäre hier reichlich. Aber ich mag große Schränke einfach nicht. Für mich sind sie immer noch praktische, aber ungeliebte „Schrankmonster.“ Klar, logisch ist so etwas nicht, mit Minimalismus hat das auch nichts zu tun, sondern einfach nur mit persönlichen Vorlieben oder Abneigungen. Die sind bekanntlich sehr unterschiedlich.

Abstellkammer-Alternativen

Also habe ich die ganze Zeit hin und her überlegt und mir schrittweise Alternativen gesucht. In der Küche gibt es einen zusätzlichen 60cm breiten Unterschrank. Für die Küchenschränke habe ich einiges an Boxen besorgt, um die Dinge dort besser zu organisieren. So passt viel mehr in die Unterschränke und es ist übersichtlicher geworden.

Küchenzeile

Kleidung, Bürokram und Bettwäsche waren in der Kommode im Wohnzimmer. Es passte so gerade. Aber alles, was Outdoor-Jacken sind, hing ganzjährig im Flur. Also auch die Winterjacke im Hochsommer. Das hat mich dann doch gestört. Daher habe ich mir noch eine Erweiterung und eine Kleiderschrank-Alternative gesucht, damit ich die Garderobe im Flur mal freier bekomme. Gelandet bin ich bei einem kleinen Regal, einige Boxen hatte ich schon, die anderen haben ich noch dazu gekauft. Nun ist der Großteil meiner Kleidung in diesen Boxen. In der Kommode sind nun je nach Jahreszeit Winter- bzw. Sommerjacken und meine Fleecejacken.

Regal mit Aufbewahrungsboxen

Für mich war das nicht nur eine gewöhnliche Kleiderschrank-Alternative, es war interessanterweise innerlich für mich eine Art Beendigung des Umzuges. Das fühlt sich sehr gut an.

Mögliche offene Projekte – oder ich lasse es so

Das gute Gefühl, welches ich jetzt habe, ändert sich auch nicht durch ein paar mögliche, offene Projekte. Aber die haben Zeit oder ich lasse es einfach so, wie es ist:

Meine in die Jahre kommenden Stühle haben einfach erstmal ein Filzkissen als zusätzliche Sitzauflage bekommen. Nun ist es bequemer. Ich habe momentan einfach keine Lust, mich nach neuen Stühlen umzuschauen. Das habe ich bereits jahrelang erfolglos probiert. Stühle haben oft kleine Sitzflächen und scheinen nicht für Menschen mit langen Beinen gedacht zu sein. Ich hoffe, die jetzige Variante hält einfach noch.

Offen ist auch noch, ob ich evtl. irgendwann später doch nochmal etwas am Balkon verändere. Zum Wäscheaufhängen ist der Balkon prima. Aber ansonsten finde ich den Balkon eher ungemütlich. Er ist zwar überdacht, aber zur Straße und auch seitlich gut einsehbar. Ohne zusätzlichen Sichtschutz würde ich mich wie auf einem Präsentierteller fühlen.

Hier ein kleiner Blick auf den Balkon. Ich konnte natürlich nicht die gesamte Nachbarschaft mit fotografieren und hier veröffentlichen, daher habe ich diese unkenntlich gemacht.

Blick auf den Balkon

Natürlich gäbe es dafür jede Menge Lösungen. An Ideen fehlt es mir selten, was mir fehlt ist die Motivation. Pflanzen sind beispielweise nett, aber ich habe keine Lust, mich anschließend darum zu kümmern. Die Wandfarbe finde ich hässlich, kann ich aber nicht ändern. Das Geländer ist z.T. rostig, aber nicht rostig genug, damit die Genossenschaft daran etwas verändert. Ich könnte es selber ändern, das ist mir aber derzeit zu kraftaufwändig. Dekoklimbim war noch nie was für mich. Der wäre in dem Fall zum Überdecken von unschönen Stellen nicht schlecht, aber bei Deko habe ich zwei linke Hände. Deko ist genau genommen bei mir nur dazu da, sie zeitnah wieder zu entsorgen. Ich kann mit Stehrümchen nichts anfangen. Bei mir muss zudem alles leicht zu reinigen und aufzuräumen sein. Im Weg darf auch nichts stehen, damit ich Platz für den Wäscheständer habe. Also bleibt der Balkon vorerst, wie er ist. Als erweitertes Wäschezimmer und zum gelegentlichen Abstellen von irgendwas passt er gut.

Mein Vorteil ist, dass hier so viel Natur in der Umgebung ist. Ich kann einfach rausgehen und bin im Grünen. Mein Blick aus dem Wohnzimmerfenster ist auch genial. Das ist ganz anders und viel besser, als in meiner alten Wohnung. Dort war außer dem begrünten Innenhof kaum Natur. Es muss außerdem nicht perfekt sein. Mir ging es auch noch nie um ästhetischen Minimalismus. Der wäre mir zu aufwändig. Ich möchte mich wohlfühlen, ansonsten muss es einfach und pragmatisch sein.

Hier ein Eindruck von meinem Blick aus dem Fenster, aufgenommen im letzten Jahr, kurz nach meinem Umzug. Nicht mehr lange, dann wird es auch in diesem Jahr wieder so schön grün sein. Einfach wunderbar. 🤩

Blick aus dem Fenster auf grüne Bäume

5 thoughts on “Meine Abstellkammer-Alternativen

  1. Hallo Gabi,

    beim Lesen deines Beitrags dachte ich zwangsläufig daran, wie oft Provisorien zu Dauerzuständen werden – und das ist völlig in Ordnung. Warum etwas ändern, was funktioniert, wenn man sich selbst nicht daran stört? Letztlich kostet alles, was wir tun, Zeit. Deshalb frage ich mich zunehmend häufiger, ob mir etwas meine Zeit überhaupt wert ist.

    Lieber Gruß
    Philipp

  2. Gerade bei einer 1-Zimmer-Wohnung ist eine Abstellkammer schon schön. Aber ich finde, du hast eine gute Lösung gefunden mit den Boxen im Regal.
    Mit dem Bakon fällt dir bestimmt auch noch was ein. Und wenn du die ein oder andere Bank auf deinen Spazierwegen hast, kannst du ja auch da bei schönem Wetter sitzen und die Natur genießen.
    Liebe Grüße
    Heike

  3. Gute Lösung mit dem Regal und den Boxen. Ich hab auch keine Abstellkammer und habe somit auch etliches im Spülenunterschrank und in dem 50cm breiten Unterschrank drin. Bei der Kleidung wechsel ich auch von Boxen und Schrank hin und her im Frühjahr und Herbst. Sonst würde es auch nicht passen in meinem umfunktionierten Dielenschrank, den ich als Kleiderschrank nutze. Riesige Kleiderschränke oder so Besenschränke für die Küche mag ich auch überhaupt nicht. Auch Oberschränke in der Küche find ich ätzend, drum hab ich auch keine. Ist ja auch voll unpraktisch, zum sauber machen braucht man immer ne Leiter /o\ Nee ich will alles in Armhöhe haben zum sauber machen, geht viel schneller.
    Liebe Grüße!

    1. Oberschränke in der Küche stören mich auch, deshalb habe ich auch keine. Die müssten schon raumhoch sein, damit sich obendrauf kein Schmier ansammelt. Man könnte viel unterbringen, hat die Dinger aber auch immer vor der Nase beim Kochen. Deshalb kann ich mich damit auch nicht anfreunden.

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