Möglichst einfach – möglichst dranbleiben

Ein kleiner Ausblick von mir auf das nächste Jahr. Neujahrsvorsätze mache ich grundsätzlich nicht. Ich sehe keinen Grund, warum ich mit Vorhaben oder guten Ansätzen erst bis zum 1. Januar warten sollte. Aber zum Jahreswechsel blicke ich immer zurück und auch nach vorn.

Rückblick auf 2025

Das zurückliegende Jahr war von meinem Umzug und Einleben am neuen Wohnort geprägt. Das ist mir gut gelungen. Ich fühle mich wohl hier. Es ist deutlich ruhiger und die Natur drum herum tut mir gut. Selbst jetzt im Winter ist der abendliche Blick aus dem Fenster oft ein einziger Traum.

Sonnenuntergang im Winter

 

Gesundheit

Schwierig zu bewältigen waren die im Jahresverlauf immer wieder auftauchenden Crashs (körperliche, recht starke Einbrüche durch LongCovid bzw. ME/CFS bedingt). Ich habe zwar langsam eine verbesserte Kondition. Die nützt mir leider nicht immer was.  Auf 350 Meter Länge eine Steigung von ca. 27 Metern (gibts hier in der Nähe) schaffe ich von der Muskulatur her, ich landete im November trotzdem im Crash und erhole mich immer noch davon. Solche Wege werde ich daher zukünftig meiden. Hier sind genug Alternativen vorhanden.

Es gibt einige Hoffnungsschimmer bzgl. der Ursachen für dieses Desaster. Sowohl die Charité Berlin (Quelle finde ich nicht mehr), als auch die Sporthochschule Köln in Zusammenarbeit mit dem Sportinstitut Köln haben Auffälligkeiten bei den roten Blutkörperchen gefunden. Ein Teil dieser roten Blutkörperchen haben eine ungewöhnliche Form, wie verklumpt, und gelangen dadurch nicht in die Zellen, was zu einer Unterversorgung von Muskeln und Organen führt. Köln ist leider zu weit, als das ich an diesem spezialisierten Sportprogramm teilnehmen könnte. Immerhin mal Perspektiven. Das, was dort geschildert wird, passt genau zu meinem Körpergefühl. Es ist, als würde der Sauerstoff nicht überall ausreichend hingelangen.

Zusätzlich ist mir vor einigen Wochen aufgefallen, dass mein Puls bei kleinsten Belastungen sehr schnell steigt. Langsames Staubsaugen reicht, damit mein Puls irgendwo zwischen 145 und 150 landet. Zum Glück sinkt er recht schnell wieder. Es bringt mich zu meinen künftigen Vorhaben:

Ausblick auf das nächste Jahr: Möglichst einfach – möglichst langsam

Von einigen Zwischenhochs mal abgesehen, hat sich meine Fitness in den letzten 3 Jahren nicht verbessert – trotz all meiner Versuche. Ich möchte aber auch nicht, dass es sich verschlechtert. Also Crashs vermeiden, alles möglichst einfacher, aber kein Stillstand. Denn der würde nur zu mehr körperlichem Abbau führen. Das möchte ich nicht. Außerdem: Bewegung ist mir wichtig. Nur halt alles mit mehr Maß, etwas langsamer, einfacher mit mehr bewussten Pausen zwischendurch. Aber immer dranbleiben. Vom Nichtstun wird nichts besser.

Alltagsabläufe vereinfachen?

Ich werde schauen, wo sich meine Alltagsabläufe noch vereinfachen lassen. Motto: Bevor ich unnötige Energien im Haushalt verpulvere, gehe ich doch lieber eine Runde spazieren.

Der geniale Vorteil am Minimalismus: Bevor ich Phantasien über irgendwelchen Einkäufen nachgehe, wie ich mir den Haushalt mit vermeintlich arbeitserleichternden Geräten befülle, schaue ich erst nochmal nach, was ich habe, was sich (unnötig) angesammelt haben könnte und was überflüssig geworden ist.

Die Phantasie von einem schönen, neuen Teppich habe ich schnell wieder fallen lassen. Staubsaugen ist anstrengend. Und einen Staubsaugerroboter möchte ich wirklich nicht. Diese stehen nicht nur hässlich in der Gegend herum, der Datenschutz ist oftmals auch sehr fragwürdig. Und bloß nicht noch irgendeine App auf dem Smartphone! Dann lieber eine freie Fläche in der Wohnung. Wischen ist nämlich für mich einfacher.

Über die Küche mache ich mir noch Gedanken, habe aber derzeit auch noch keine Lösung. Viel steht dort nicht herum, aber die zwar eigentlich sehr praktischen Regale auf der einen Seite sind beim Putzen unten drunter unpraktisch und umständlich. Warum mir das nicht von vornherein aufgefallen ist, weiß ich auch nicht.

Blick in die Küche
Wie man sieht: Der Kühlschrank ist wieder in der Küche gelandet. Ich brauchte den Platz im Flur für einen Stuhl. Mein Puls rauscht weniger hoch, wenn ich mir die Schuhe im Sitzen zubinde.

 

Leider sind meine weißen, lebensmittelgeeigneten und luftdicht zu verschließenden Vorratsbehälter schon teilweise kaputt. Die Lasche zum Verschließen ist abgebrochen.

Weißer Lebensmitteleimer mit abgebrochener Lasche

 

Erstmal nutze ich alles weiter wie bisher. Aber alles steht auch nochmal auf dem Prüfstand. Jedoch ohne vorschnelle Entscheidungen und ohne Unsummen an Geld für irgendwelche Neuanschaffungen auszugeben. Außer den Küchenschränken gibts als Aufbewahrung allerdings auch nur noch meine Kommode mit den 3 silbernen Schubladen. Irgendwo müssen auch minimalistische Haushalte ihr Zeugs unterbringen 😉 .

Die Kaffeemaschine würde ich z.B. nicht ersetzen, falls sie mal kaputt geht. Ich vertrage den Kaffee mit dieser Maschine zwar deutlich besser. Wegen des gestiegenen Kaffeepreises trinke ich allerdings ohnehin nur noch 1 – 2 Tassen pro Tag. Dafür reicht auch ein gewöhnlicher Handfilter. Schade, dass man nicht manchmal doch in die Zukunft schauen kann. Da hätte ich mich sicherlich bei einigen Dingen gleich anders entschieden. Aber egal. Es ist, wie es ist. Wichtig ist der Blick nach vorne, aber ohne vorschnelle Entscheidungen.

Große Themen und Dramen sind das ohnehin nicht. Ich habe ja zum Glück keine zugestellte Wohnung. Das wäre für mich auch der komplette Horror und viel zu aufwändig. Eher sind es so etwas wie kleine Stellschrauben, an denen ich noch drehen möchte. Ideen habe ich sehr viele, aber das kann nunmal auch eine Falle sein. Es gibt ja so viele Varianten von allem… Was genau Sinn macht und was ich ggf. ändere oder anpasse, weiß ich daher noch nicht so genau. Das entscheide ich schön langsam und erst dann, wenn ich mir wirklich zu 100% sicher bin und hoffentlich alle Aspekte berücksichtigt habe. Mal schauen, was die Zeit bringt.

Eins lässt sich aber festhalten: Minimalismus ist auch dann genial, wenn – aus welchen Gründen auch immer – die körperliche Leistungsfähigkeit nicht mehr in vollem Umfang vorhanden ist. D.h., Minimalismus ist positiv für die Gesundheit und fürs Älterwerden. Es war somit eine meine besten und wichtigsten Lebensentscheidungen.

 

54 thoughts on “Möglichst einfach – möglichst dranbleiben

  1. das schafft kein yoga dieser welt: ich hab danach 70 minuten gelächelt. trotz aller horrorgeschichten auf reddit zu „was verschenken auf kleinanzeigen“. 15 anfragen in 15 minuten. „kann direkt losfahren“. ich hab mir das kennzeichen aufgeschrieben. armenien. hab ja tick, trick und track gelesen als kind. dieses lächeln bei der übergabe. unbezahlbar. und ich 2 rollwagen los. muss keinen sperrmüll bestellen.

    1. Bei mir funktioniert das Verschenken über Kleinanzeigen auch. Ich schreibe etwas längere Texte, die man erstmal lesen muss 😉 und schreibe dazu, mir gleich Zeit-Vorschläge zu schicken, wann etwas abgeholt werden kann. Dann schaue ich, wer mir wann und vor allem wie antwortet.

  2. Hallo Gabi,

    sehr gutes Prinzip, von dem ich mir durchaus eine Scheibe abschneiden sollte! Viel zu oft machen wir es uns zu kompliziert oder stellen so hohe Anforderungen an uns selbst, dass es nahezu unmöglich wird, langfristig dranzubleiben. Dabei ertappe ich mich auch selbst.

    Lieber Gruß
    Philipp

    1. Es ist auch nicht einfach, erstmal von diesem Leistungsdenken weg zu kommen. Zu hohe Anforderungen an sich selbst sind ja fast schon eine Einladung, dann doch lieber nichts zu machen.

  3. Gabi, was den Saugroboter betrifft: Den kannst du auch ohne App bedienen, manuell. Bei meinem zumindest funktioniert das. Ich möchte auf ihn nicht mehr verzichten, er saugt und wischt…
    Auch in der Küche unter deinen Regalen/Möbel müsste er passen, musst natürlich ausmessen, wie die Höhe ist und ob er drunter passt.

    Ich bin gestern gerade zurück gekommen, Weg je 350km Hin-und Rück zu meiner Familie, also 700km. Habe 5 Tage 2 Enkelkinder gehütet, Tag und Nacht, zusammen mit der anderen Schwiegermutter. Ich bin dann geflüchtet, fix und fertig, anstrengend und Zuhause habe ich erstmal 10 Stunden geschlafen.
    Und immer muss man sich rechtfertigen, es wird natürlich gefragt, warum ich vorzeitig fahre, eigentlich wollte ich erst am 2.1 wieder fahren.
    Je älter ich werde (60), desto lieber bin ich alleine, alles andere erschöpft mich, auch Kontakte, das ist echt erschreckend. Und aufpassen auf die Enkelkinder, 5 an der Zahl, davon 4 Jungs, der Älteste ist 7, wird für mich auch immer mehr zum Problem.

    Ich wünsche Dir und allen Teilnehmenden hier ein frohes und gesundes Neues Jahr!

    Susanne

    1. Ohne App – das wäre ja schon mal ein Hoffnungsschimmer, am besten auch ohne WLAN. D.h., keine Weitergabe meines Wohnungsgrundrisses und wie oft ich das Gerät benutze nach wo immer auch hin. Aber dann würde ich gerne einen lange haltbaren, wechselbaren Akku haben wollen, ein Gerät, welches bedienungsfreundlich ist und nicht so viel Strom verbraucht. Und leise muss es natürlich auch noch sein. Und bloß keine verbaute KI, keine geplante Obsoleszenz. Und alles für maximal 99,50€.
      Oh je…
      Ich hoffe, es geht noch länger auf klassische Weise. Mir fehlt derzeit einfach der Nerv, um mich mit all dem auseinander zu setzen.

      1. Ich hatte ihn bei Media M. gekauft, er war reduziert. Seit 3 Jahren begleitet er mich. Eingerichtet habe ich ihn über die App (Schnelligkeit usw.), dann auf die App verzichtet und natürlich auch kein WLAN. Vielleicht mal bei MM beraten lassen, was da für dich passt. Erspart viel Geld für eine Putzhilfe. Du kannst ihn laufen lassen, wenn du spazieren gehst, z.B. Dann ist die Bude frisch, wenn du nach Hause kommst.

        Frohes Neues Jahr wünsche ich Dir!

        1. WLAN abschalten ist grundsätzlich natürlich auch eine Idee – sofern ein Gerät dann noch läuft. Aber vorerst werde ich mal schauen, einfach den vorhandenen Staubsauger seltener zu nutzen. Der muss nicht zwingend sein.

    2. Puh, bei dem Programm, was du da hattest, da wäre ich auch ohne LongCovid komplett platt. Ja, sowas wird im Laufe der Zeit wirklich anstrengender. Und wer irgendwo zwischen Anfang 20 bis Mitte/Ende 30 Jahre ist, wird das kaum nachvollziehen können. Da wünsche ich dir jetzt erstmal gute Erholung.

      1. Danke! Ja, langsam kommt man in das Alter, wo es nicht mehr darum geht, was man möchte, sondern was man noch schafft….
        Man trifft nicht immer auf Verständnis in seiner Umwelt.

    3. Bevor ich mich zu sehr stresse oder eine Putzhilfe benötige, würde ich frühestens darüber nachdenken. Aber vorerst noch nicht. Staubsaugen ist nicht so dringend. Ich habe lediglich 2 Schmutzfangmatten. Die kann ich auch im Bedarfsfall mit meinem Teppichdackel bzw. Teppichkehrer reinigen. Der Rest der Fläche lässt sich wischen.

    1. Danke sehr, ich wünsche dir und euch allen auch alles Gute für 2026.

      Ich habe auch keine Vorsätze, aber eine Rückschau. Ich schreibe ab Januar mindestens einmal die Woche ein kleines Zettelchen mit freudigen Ereignissen. Jedsmal, wenn mich mich über etwas gefreut habe, wird es notiert und kommt in ein Schraubglas. Zu Silvester sitze ich dann mit einem Getränk und öffne jedes Zettelchen und freu mich im Nachhinein über jedes schöne Erlebnis. Das mache ich schon ein paar Jahre und ist immer wieder ein gutes Gefühl, dass mein Leben nicht allzu schrecklich ist und das macht Mut fürs neue Jahr. Ich wünsche euch auch schöne Augenblicke und Prosit Neujahr!

  4. Bei meiner Jahresrückschau fällt mir auf, dass ich in einen immer stärkeren Interessenkonflikt zwischen Hobby und Minimalismus gerate. Handarbeiten, Basteln und Werken sind genau mein Ding, besonders seit die Arbeit immer digitaler wird. Auf der einen Seite ist es praktisch aus einem alten Schrank ein Schuhregal und eine Garderobe bauen zu können. Es ist auch angenehm Handschuhe stricken zu können oder das ungeliebte, aber nötigte Bügelbrett unter einem selbst genähten Überzug verschwinden zu lassen. Viele Dinge haben einen praktischen Nutzen. Aber es entstanden auch Strohsterne, bestickte Tischläufer und viele andere Dinge, die schön sind, von mir benutzt werden, aber nicht nötig sind. Als meine Verwandtschaft noch zahlreich war, habe ich vieles verschenkt und diese Geschenke wurden oft geschätzt und viel benutzt. Aber inzwischen ist die ältere Generation verstorben. Ich hatte mich nach Möglichkeiten von Verkäufen umgesehen. Was sich aber nicht lohnt und bürokratisch zu aufwändig für Einzelstücke ist. Ich kann meiner Kreativität freien Lauf lassen, was mich glücklich mach, und anschließend ein Besitzstück mehr habe, das mich wieder in Stückchen vom Minimalismus entfernt, was mich frustriert.

    1. Liebe Violetta, dieses Dilemma kenne ich auch. Habe auch lange kreative Handarbeit gemacht, meistens kleine Stofftierchen gehäkelt, getöpfert und gemalt. Verschenkt habe ich fast alles im Bekanntenkreis und auch sehr vieles über Facebook. Seit 2020 bin ich raus aus den sozialen Netzwerken, alle die ich kenne sind bedient und seitdem kam das Hobby dann auch zum erliegen. Weil: wohin damit?! Eigentlich schade.

    2. Vielleicht gezielt für irgendeinen Weihnachtsbasar in der Nähe? Die könnten interessiert an solchen Dingen sein. Oft gehen die Erlöse ja dann auch noch an wohltätige Zwecke.

    3. Minimalismus ist ja auch nicht dazu da, dass man in der leeren Wohnung sitzt, sondern sein Leben mit dem befüllt, was Spaß macht oder fürs eigene Leben notwendig und sinnvoll ist. Das können ja auch Hobbys sein.

      1. Stimmt auch wieder. Bei den Bildern bin ich inzwischen dazu übergegangen, die zu rotieren. Es kommt immer mal wieder ein anderes an die Wand. Zuviel will ich da nicht hängen haben. Aber die sind auch flach und lassen sich platzsparend lagern. Bei anderer Deko bin ich sehr pingelig geworden, ob und was ich wo hinstelle. Mein 40qm Apartment sah mal aus wie der letzte Ramschladen, ich bin froh über jede freie Fläche. Habe heute morgen auf dem Spaziergang 2 Bücher zum entsprechenden Schrank gebracht und mir gedacht, dass es schön wäre, wenn es sowas auch für anderes geben würde. Einfach reinstellen und wem es gefällt, der nimmt es mit. Online Tauschbörsen oder eBay Kleinanzeigen sind mir zu anstrengend.
        Die Idee mit dem Basar finde ich super, die gibt´s ja nicht nur zu Weihnachten.

        1. @Jenni: Es gibt sog. Give-Boxen, wo man Sachen spenden kann. Das ist quasi der Bücherschrank für Dinge. Ich nutze die seit Jahren zum Spenden. Leider ist es bei uns (Großstadt in NRW) immer schwieriger geworden, sie zu finden. Zwei waren damals zugemüllt (man denke an die alten Konsaliks und Duden von 1998 in den Bücherschränken – dann passt das in etwa mit der Vorstellung) und wurden dann nachts abgefackelt. Täter unbekannt. Wohlgemerkt, das geschah, nachdem die Anwohner von zumindest einer Box wegen des Mülls und des „Schandflecks vor ihrer Haustür plus entsprechendem Publikum“ beschwert haben. Die Boxen verschwanden damit, andere wurden so abgebaut.

          Ich fahre morgen wieder zu einer der letzten Möglichkeiten. Sie unterscheidet sich, weil „indoor“ und betreut von der Organisation, in deren Foyer besagter Schrank steht.

          Ansonsten bringe ich Dienstag noch ein paar Sachen ins Fairhaus der Diakonie als Spende, das geht auch. Je nachdem, was es ist.

          Und daneben gibt es noch den Recyclinghof für den Rest. Geplant 1-2/Jahr, wieder in 2 Wochen.

          Mengenmäßig reden wir da jeweils von 1 Rucksackladung Zeug, nicht falsch verstehen. Hört sich sonst mehr an als es bei uns ist.

          1. Stimmt, die Giveboxen sind ein tolles Ding! Bei uns in der Gegend wurden die leider auch fast alle abgebaut. Grund: „ständige Vermüllung“.
            Wir haben im Erdgeschoss eine Arztpraxis, das bedeutet im Foyer ist ständiger Betrieb. Da hatten wir auch mal eine Weile einen Tisch zum tauschen. Bin da sehr viel Krempel, vor allem Deko los geworden. Aber auch da landeten nach einer Weile Säcke voller Müll, Lumpen, schmierige Tupperdosen o.ä., so dass die Hausverwaltung das jetzt auch nicht mehr duldet.
            Verstehe also gut, was du meinst und finde das sehr schade!

          2. Bei uns gibt es zwei in der Nähe und sie werden alle paar Monate zugemüllt und dann komplett entsorgt. Das passiert gar nicht mit böser Absicht, aber so manches ist eben doch nicht loszuwerden und Müll.Dann wird das Zeugs immer mehr…..

  5. Ich würde mal behaupten, dass es mit zunehmendem Alter immer leichter fällt sich von Dingen, alten Gewohnheiten und veralteten Ansichten zu trennen. Das hätte ich früher nicht für möglich gehalten. Der entfernte Ballast befreit die Seele und schenkt Klarheit. Gute Vorsätze hin oder her, für mich stellt sich die Frage, wie ich weiterhin mein Leben vereinfachen kann damit es mir gut bzw. noch besser geht. Ich lege dabei mein Augenmerk auf Gesundheit und Wohlergehen. Mehr braucht es nicht. In diesem Sinne wünsche ich dir, liebe Gabi, und allen Lesern dieses Blogs einen guten Rusch und alles erdenklich Gute für das neue Jahr. Lasst euch inspirieren….denn das Leben ist kostbar.

  6. Ich bin schon fertig mit den „Vorsätzen“. 😀 Ich denke seit Jahren andersherum: noch so und soviel Tage bis Silvester und dann will ich das und das erledigt haben.
    Abgesehen davon sehe ich auch keinen Hinderungsgrund, immer sofort mit neuen Angewohnheiten oder „Vorsätzen“ zu beginnen. 🙂

    1. Diese Variante ist für mich gefährlich, weil ich mich so sehr stresse mit der vor-Silvester-to-do-Liste, dass ich massive Schmerzen bekomme und mich dann nach Silvester erst mal ein paar Tage erholen muss. Sehe es inzwischen entspannter mit den Vorsätzen, die ich nicht mehr habe.
      Alles Gute euch allen

  7. Mein Rückblick fällt gesundheitlich auch sehr bescheiden aus. Ich muss sagen, dass meine Reha aber schon was gebracht hat, aber ein Knie kann man ja auch „einfacher” behandeln als andere Dinge.
    Dein abendlicher Blick aus dem Fenster ist auf jeden Fall sehenswert, bei uns ist oft der morgendliche Blick aus dem Fenster der schönste.
    Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute fürs neue Jahr und eine große Portion viel Gesundheit!

  8. Ich mag ja folgenden Spruch sehr: „Ich brauche keine guten Vorsätze – die alten sind quasi noch unangetastet“.
    Tatsächlich sehe ich es aber auch so, dass man jederzeit und ganz unabhängig vom Datum etwas verändern kann. Mag aber sein, dass es manchen hilft, um in die Umsetzung zu kommen. Das man sich überlegt, wie man optimieren kann, kenne ich auch. Vieles wird wieder verworfen dafür ist dann zwischendrin auch wieder ein echter Gamechanger dabei. Ich schätze es sehr, den Raum dafür zu haben. Wäre alles bis unters Dach vollgestellt, wäre jede Veränderung auch viel schwerer umzusetzen.
    Dein Long Covid ist wirklich hartnäckig. Ich drücke dir die Daumen, dass doch noch eine spürbare Verbesserung eintritt. Sicher ist es frustrierend, wenn trotz der Mühen so wenig voran geht. Vielleicht findet sich endlich mal eine wirksame Therapie – das wäre mal was fürs neue Jahr! Zumindest gibt’s im Frühjahr für alle wieder einen kleinen Energieschub, wenn die Tage wieder spürbar länger und heller werden.

    1. Der Spruch ist ja wirklich genial! 😂

      Dieses blöde LongCovid ist wirklich hartnäckig – ich hatte es sicher auch insgesamt noch unterschätzt und bin inzwischen mit irgendwelchen Fitness-Phantasien sehr viel vorsichtiger geworden. Aber mir dann andererseits etwas zu überlegen, wie es Zuhause noch einfacher laufen kann, macht natürlich auch wieder Spaß und ist motivierend. So gut, dass ich nicht so viel Kram habe und alle entscheidenden Möbel Filzrutscher. 💪

  9. Zum Jahresende lassen Tageslicht und Energie nach, der Mensch ist mehr drinnen und denkt nach. Anstatt überzogene Vorsätze zu formulieren ist es vielleicht besser, kleinere Ziele aufzuschreiben oder eine ToDo-Liste anzulegen oder zu aktualisieren. Kleine Einheiten sind erreichbar, Große können frustrieren, wenn sie nicht auf absehbare Zeit erreichbar sind.

    1. Ich finde, das ist auch der glasklare Vorteil an der dunklen, kalten Jahreszeit. Das eigene Zeug fällt dadurch mehr auf. Und die großen Ziele und Planungen sind letztlich perfekt geeignet, nichts umzusetzen bzw. nach kurzer Zeit aufzugeben. Vom Perfektionismus zu Bequemlichkeit und Frustration ist ein kurzer Weg.
      Ich habe üblicherweise ein paar Sachen im Kopf oder auf dem Zettel. Umgesetzt wird es, wenn ich einfach auch gerade Lust darauf habe. So ein Aufräum-Koller ist klasse dafür.

  10. Hallo Gabi,
    zuerst wünsche ich dir, dass sich dein LongCovid zumindest nicht verschlechtert. Von den wissenschaftlichen Fortschritten diesbezüglich habe ich neulich auch gelesen und an dich gedacht. Es gibt auch Reha-Kliniken, die sich angeblich auf LongCovid spezialisiert haben, aber da würde ich mich sehr! genau informieren, bevor ich mich auf eine Reha einlasse. (Leider sind die Erfahrungen mit Rehas nicht so prickelnd. Ist meist nur Massenabfertigung.)
    Minimalismus ist (d)eine große Stütze. Mach weiter so!
    Ich wünsche dir ein gutes Jahr 2026!
    Sibylle

    Übrigens haben wir unsere Kaffeemaschine gerade „eingemottet“. Wir nutzen sie nur noch, wenn wir mehrere Personen zu Besuch haben. Der Maschinenkaffee ist uns zu dünn und zu kühl. Wir nutzen seit einiger Zeit eine French press mit Thermobehälter und sind damit zufrieden.

    1. Reha ist wirklich so eine Sache, hatte ich 2010 mal. Auch da erinnerte doch einiges an diese Massenabfertigung. Mit irgendwelchen Fitnessprogrammen, wie Rückenschule, etc etc. geht sowas gut. Es ist halt extrem unterschiedlich, wie gearbeitet wird. Und haben sich die Kliniken nur auf LongCovid spezialisiert oder verstehen sie zusätzlich auch wirklich was davon? Als geheilt kommt da ja auch niemand nach Hause. Mein K.O.-Kriterium warum ich das nicht gemacht habe war aber, dass es mit den Lebensmittel-Allergien bei mir immer kompliziert ist. Ich hatte auf diesen Zusatzstress einfach keine Lust. Es wird fast nie in dem Maß ernst genommen, wie es angebracht wäre.

    2. Ok, da habe ich ja noch Glück. Mein Kaffee ist heiß. Es ist bei mir eher das Luxusproblem, weil mir das Gerät optisch nicht mehr gefällt – was schon ein bisschen schräg ist. Ich halte mich dort ja nicht stundenlang auf, es ist keine Wohnküche mehr.

  11. nachdem ich im halbdunkeln morgens die french press umstieß und der kaffee mantel, arbeitsplatte und 3 rollwagenetagen samt wichtigen unterlagen flutete, an weihnachten eine keramikschale auf meinem fuß fiel, denke ich auch über vereinfachung in der küche nach und drehe alles auf links.

    1. Oh, fast könnte ich sagen: Willkommen im Leben. Ja, genau solche Situationen sind es, die niemand braucht. Ich kann so gut nachvollziehen, dass du keine Lust auf so einen Zirkus hast. Nun bin ich gespannt, was du dir überlegst.

    2. Die Dinge stehen im Weg – oder man sich selbst. 😉 Dann gibt es schon mal Kollateralschäden oder spontane Gänge zuf Mülltonne oder zum Recycling oder Oxfam.
      Wir kochen Wasser im Wasserkocher auf. Kaffeemehl ins Pyrexgefäß geben und heißes Wasser drauf. Ein Teller auf dem Gefäß hält die Wärme für ca. 4 Minuten Ziehdauer. Der Kaffee wird über einen Metallfilter in die Thermoskanne geschüttet und fertig.

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